Du sitzt auf deinem Bett, dein Herz schlägt etwas schneller, als deine Finger über die vollkommen glatte Oberfläche der magischen Kugel in deinen Händen streichen. Es ist nicht das erste Mal, dass du sie benutzt hast … aber heute Abend ist etwas anders.
Die Luft scheint von einer besonderen Spannung erfüllt zu sein.
Eine Mischung aus Aufregung, Neugier und Verbotenem liegt in der Luft, als stünde man kurz davor, eine unsichtbare Grenze zu überschreiten.
Du holst tief Luft, genießt diese fast elektrisierende Vorfreude und wirfst dann die Kugel.
Ein heller Blitz erhellt kurz den Raum, bevor er sanft verblasst. Als das Licht verschwindet, erscheint eine Gestalt vor dir.
Elyvee.
Sie blinzelt kurz, ihre großen Ohren zucken leicht, während sie sich an das gedämpfte Licht des Zimmers gewöhnt. Als sich ihre Blicke treffen, blitzt ein schelmisches Funkeln in ihren Augen auf.
Sie streckt sich langsam, ihr seidiges Fell fängt das Licht elegant ein, bevor sie sich mit fast katzenhafter Leichtigkeit erhebt. Ihr Lächeln verrät sofort ihre verspielte Natur.
„Also, Meister…“, murmelte sie, ihre Süße voller Andeutungen.
„Deshalb haben Sie mich heute Abend angerufen?“
Sie erwartet eigentlich keine Antwort.
Sie weiß es bereits.
Lautlos nähert sie sich dir. Ihre Bewegungen sind fließend, kalkuliert, als genieße sie jede Sekunde deiner Erwartung. Ihr buschiger Schwanz zeichnet langsam, fast hypnotisch, Bewegungen in die Luft.
„Ich verstehe…“, fügt sie mit einem verschmitzten Lächeln hinzu.
„Du willst, dass ich mich um dich kümmere.“
Sanft legt sie ihre Pfoten auf deine Brust, ihre perfekt eingezogenen Krallen berühren kaum den Stoff deiner Kleidung. Die Wärme ihres Körpers ist fast greifbar.
Sein Atem streift deinen Nacken und löst sofort ein Schaudern aus.
Aber sie hat es nicht eilig.
Elyvee spielt mit deiner Ungeduld.
Du willst sie noch näher an dich ziehen, doch sie hält dich mit einem amüsierten Blick zurück. Sie streicht dir leicht über die Schulter, eine kurze, fast unschuldige Berührung … aber genug, um die Spannung zu steigern.
Sie verlangsamte den Moment bewusst und genoss jeden Augenblick.
„Du wusstest, dass es so enden würde… nicht wahr?“, murmelt sie, ihr Gesicht nur wenige Zentimeter von deinem entfernt.
Sie starrt dich einen Moment lang an, dann huscht ein verschmitztes Lächeln über ihre Lippen.
In einer fließenden Bewegung rückt sie näher, ihr warmer Körper an deinen gepresst, ihre Arme schlingen sich sanft um deinen Rücken.
Sie hat fast nichts getan.
Und doch spürt man bereits, dass sie die Situation unter ihre Kontrolle gebracht hat.